Der Klimawandel sorgt dafür, dass die Winter in Deutschland wärmer und kürzer werden. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf Freizeit-Wintersportler und Skitouristen, sondern auch auf den professionellen Wettkampfsport mit seinen Welt- und Europacup-Veranstaltungen. Besonders betroffen ist Garmisch-Partenkirchen, das als Aushängeschild des deutschen Wintersports gilt.
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- Garmisch-Partenkirchen ist Austragungsort der Vierschanzentournee und der einzige deutsche Standort für alpine Ski-Weltcuprennen.
- Die legendäre Kandahar-Abfahrt zieht jedes Jahr tausende Besucher an.
- Laut Ex-Bundestrainer Heinz Mohr gehört Garmisch zu den drei klassischen Abfahrtsstrecken neben Kitzbühel und Wengen.
- Die steigenden Temperaturen gefährden die Zukunft des Skisports in der Region.
- Seit der vorindustriellen Zeit ist die Alpenregion um mindestens 2,5 Grad wärmer geworden.
- Mehr Niederschlag fällt im Winter, aber zunehmend in Form von Regen statt Schnee.
- Unter 1.500 Metern wird die natürliche Schneesicherheit in Zukunft immer problematischer.
- Viele Weltcup-Strecken werden bereits überwiegend mit Kunstschnee präpariert.
- Kunstschnee ist härter und schneller als Naturschnee, benötigt aber kalte Temperaturen zur Herstellung.
- Trotz guter Lage kam es in Garmisch in den letzten Jahren häufiger zu Rennabsagen wegen Wetterproblemen.
- Dieses Jahr konnte das Damenrennen stattfinden, das Herrenrennen wurde jedoch wegen Nebels abgesagt.