Im Jahr 2022 traten viele Freiwillige aus Belarus der ukrainischen Armee bei, um gegen Russlands Aggression zu kämpfen. Nach dem Kriegsausgang standen viele von ihnen jedoch vor erheblichen Herausforderungen, sich wieder in das zivile Leben zu integrieren. Aufgrund fehlender rechtlicher Aufenthaltsmöglichkeiten in der Ukraine, Vorurteilen in der EU und mentaler Belastungen stoßen sie oft auf Schwierigkeiten, Arbeit zu finden oder Stabilität zu erreichen. Ihre Geschichten verdeutlichen die Dringlichkeit von Unterstützung und Anerkennung für diese Veteranen.
BulletsIn
- Viktor, ein belarussischer Freiwilliger, kämpfte ein Jahr lang in der ukrainischen Armee und zog anschließend nach Polen, um sich von einer Verletzung behandeln zu lassen.
- Er beantragte Asyl in Warschau, da ihm in Belarus Strafverfolgung droht, weil er am Krieg teilnahm.
- Trotz seiner Bemühungen, eine Anstellung bei einem ukrainischen Unternehmen in Polen zu finden, wurde er wegen seiner belarussischen Staatsangehörigkeit und möglicher PTSD ausgeschlossen.
- Viktor musste seine Ersparnisse aufbrauchen und schließlich eine Arbeit in einer Autowerkstatt annehmen, bevor sein ehemaliger belarussischer Arbeitgeber ihn wieder einstellte.
- Viele junge Veteranen ohne berufliche Ausbildung stehen vor der schwierigen Frage, einfache Jobs wie Kurierdienste oder Bauarbeiten anzunehmen, was ihre mentale Gesundheit belastet.
- Viktor berichtet von Fällen, in denen psychische Probleme zu Obdachlosigkeit und sogar Suizid führten.
- Anton, ein weiterer Freiwilliger, kämpfte zwei Jahre lang in der ukrainischen Armee und zog dann nach Polen, da er keine realistische Aussicht auf einen legalen Aufenthalt in der Ukraine sah.
- Anton wartet seit neun Monaten auf eine Asylentscheidung in Polen und hat noch keine feste Arbeit gefunden.
- Laut der Organisation “Association of Belarusian Volunteers” konnten viele belarussische Veteranen nicht in der Ukraine bleiben, da sie die Anforderungen für eine Aufenthaltserlaubnis nicht erfüllten.
- Aktivisten betonen, dass belarussische Veteranen und ihre Familien mehr Unterstützung benötigen, da ihre Probleme nicht nur militärischer, sondern auch humanitärer Natur sind.