Eine alarmierende Recherche von DW, “Süddeutscher Zeitung” und “Netra News” offenbart, dass Soldaten einer Einheit aus Bangladesch, die in Mord und Folter verwickelt ist, auf Blauhelmmissionen geschickt werden. Das Team stieß auf ein Selfie, das Soldaten vor ihrer UN-Mission zeigt, darunter ein ehemaliger stellvertretender Direktor einer berüchtigten Geheimdienstabteilung. Trotz Warnungen und UN-Empfehlungen wurden diese Soldaten auf Missionen entsandt, was Fragen über das Auswahlverfahren der UN aufwirft.
BulletsIn
- Soldaten einer bangladeschischen Einheit, die in Mord und Folter verwickelt ist, werden auf Blauhelmmissionen geschickt.
- Entdeckung eines Selfies, das Soldaten vor ihrer UN-Mission zeigt, darunter ein ehemaliger Geheimdienstbeamter.
- Recherchen decken auf: Das Rapid Action Battalion (RAB) Bangladeschs ist für Hinrichtungen und Folter verantwortlich.
- Trotz Warnungen und UN-Empfehlungen werden diese Soldaten auf Missionen geschickt.
- UN-Ausschuss gegen Folter empfiehlt 2019, Mitglieder von RAB von Friedensmissionen auszuschließen.
- Die UN überlassen es den truppenstellenden Ländern, ihre Soldaten zu überprüfen.
- Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass Bangladesch keine Verbrechen des RAB verfolgt.
- UN-Sprecher betonen, dass die UN nicht alle Truppen im Einsatz überprüfen kann.
- Die Recherche wirft Fragen über das Auswahlverfahren der UN und deren Überprüfungspraxis auf.
- Die Straflosigkeit von Menschenrechtsverbrechen in Bangladesch bleibt ein Problem.