Claudia Sheinbaum hat die Präsidentschaftswahlen in Mexiko gewonnen und steht vor wichtigen Aufgaben. Als erste Frau in diesem Amt wird sie ab Oktober die Führung des Landes übernehmen und muss sich mit Problemen wie Gewalt, Migration und den angespannten Beziehungen zu den USA auseinandersetzen. Hier sind die zehn wichtigsten Punkte ihrer bevorstehenden Amtszeit:
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- Historischer Wahlsieg: Claudia Sheinbaum erhielt zwischen 58 und 60 Prozent der Stimmen und tritt die Nachfolge von Andrés Manuel López Obrador an.
- Weibliche Führung: Fast 90 Prozent der Wählenden entschieden sich für eine weibliche Kandidatin, was die Wahl besonders bemerkenswert macht.
- Politische Mehrheiten: Sheinbaums Partei, Morena, erreichte in der Abgeordnetenkammer eine Zweidrittelmehrheit und steht auch im Senat kurz davor.
- Unabhängigkeit von AMLO: Erwartet wird, dass Sheinbaum versuchen wird, sich politisch von ihrem Vorgänger López Obrador zu emanzipieren.
- Möglichkeit zur Verfassungsänderung: Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Kongress könnte Sheinbaum theoretisch die Verfassung ändern, was die Qualität der mexikanischen Demokratie beeinflussen könnte.
- Bekämpfung von Drogen und Gewalt: Sheinbaum hat versprochen, die Sicherheitslage zu verbessern und das Vertrauen in staatliche Institutionen wiederherzustellen.
- Herausforderungen durch Kriminalität: Mexiko leidet unter hoher Gewaltkriminalität, vor allem durch Drogenkartelle, mit Tausenden von Toten und Vermissten.
- Änderung der Außenpolitik: Es wird erwartet, dass Sheinbaum von der isolationistischen Außenpolitik ihres Vorgängers abrücken und die Beziehungen zu den USA sowie anderen Ländern neu gestalten wird.
- Themen mit den USA: Wichtige Punkte in den Beziehungen zu den USA werden Migration und Sicherheitspolitik sein, sowie die Überarbeitung des Freihandelsabkommens.
- Beziehungen zu Europa: Es wird eine Modernisierung des Freihandelsabkommens mit Europa angestrebt, und eine Verbesserung des Verhältnisses zu Spanien scheint notwendig.