Am Montag dieser Woche trat Lars Klingbeil, Parteichef der SPD, vor 500 Gästen und Journalisten im Gasometer in Berlin, um den Koalitionsvertrag mit der CDU und CSU zu unterzeichnen. Mit wenigen Worten forderte er Teamarbeit, Mut zu Entscheidungen und Vertrauen in die Bürger.
BulletsIn
-
Lars Klingbeil ist seit 2019 SPD-Parteichef und tritt als Vizekanzler und wahrscheinlich Bundesfinanzminister in die neue Regierung ein.
-
Er kündigte den personellen Neuanfang innerhalb der SPD an: Nur Boris Pistorius bleibt als Minister im neuen Kabinett.
-
Die Kabinettsliste umfasst sechs neue Ministerinnen und Minister, keine der alten Minister wie Svenja Schulze oder Hubertus Heil bleibt.
-
Klingbeil will Vertrauen durch Taten, nicht nur durch Ankündigungen schaffen.
-
Der Koalitionsvertrag wird mit den Konservativen von CDU und CSU unterzeichnet.
-
Der 47-jährige Klingbeil kommt aus Niedersachsen und hat dort starke politische Wurzeln.
-
Sein Vater war Berufssoldat, die Mutter Einzelhandelskauffrau – typisch für seine sozialdemokratische Herkunft.
-
Klingbeil hat während des Zivildienstes erste politische Kontakte geknüpft, u.a. im Wahlkreisbüro von Gerhard Schröder.
-
Der politische Kurs von Klingbeil setzt auf pragmatische Politik und eine starke SPD in der neuen Koalition.
-
Saskia Esken, seine Kollegin an der Spitze der SPD, geht leer aus und ist nicht Teil des neuen Kabinetts.