Der Krieg im Sudan könnte sich seinem Ende nähern, da die regulären sudanesischen Streitkräfte (SAF) jüngste Erfolge gegen die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) verzeichnen. Besonders in der Hauptstadt Khartum und der Stadt Omdurman scheint die Armee unter General Abdel-Fattah Burhan strategische Siege zu erringen. Die Rückeroberung von Wad Madani, einer wichtigen landwirtschaftlichen Region, deutet darauf hin, dass sich das militärische Kräfteverhältnis zugunsten der SAF verschiebt. Dennoch sind die Zerstörungen immens, und die humanitäre Krise bleibt dramatisch.
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- Die SAF hat erstmals seit zwei Jahren das alte Hauptquartier der Armee in Khartum zurückerobert.
- Anfang Januar 2024 gelang ihnen die Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Wad Madani.
- Die RSF hatten zuvor in Wad Madani Ernten verbrannt und landwirtschaftliche Geräte zerstört, um Hunger als Waffe einzusetzen.
- Die Zerstörung von Wad Madani hat die Nahrungsmittelknappheit im gesamten Sudan drastisch verschärft.
- Nach ihrer Niederlage in Wad Madani haben sich viele RSF-Kämpfer in die Region Darfur zurückgezogen.
- In Darfur kontrolliert die RSF noch vier von fünf Distrikten, doch die Kämpfe konzentrieren sich nun auf El Fasher.
- Die humanitäre Lage in Darfur ist katastrophal: 1,6 Millionen Menschen leben in Flüchtlingslagern, zwei Millionen sind von extremer Hungersnot betroffen.
- Der Krieg begann im April 2023 aufgrund eines Machtkampfes zwischen Armeechef Burhan und RSF-Anführer Daglo.
- Seitdem wurden zehntausende Zivilisten getötet und über zwölf Millionen Menschen vertrieben.
- Hilfsorganisationen sprechen von der größten humanitären Krise aller Zeiten, mit über 30 Millionen Sudanesen, die auf Hilfe angewiesen sind.