Ein älterer Mann mit wirren politischen Ansichten schießt auf den slowakischen Premier Robert Fico – eine Tat in einem Land, das die Verflechtung von Politik und organisierter Kriminalität nie konsequent beendet hat.
BulletsIn
- Der slowakische Premier Robert Fico erlitt lebensgefährliche Schussverletzungen und unterzog sich stundenlangen Notoperationen.
- Ein Mordanschlag gegen einen Regierungschef in Europa ist seit Jahrzehnten beispiellos und schockiert die Slowakei und andere Länder.
- Fast alle politischen Gegner und Widersacher Ficos äußerten Bestürzung und Entsetzen über den Anschlag.
- Die wichtigste Oppositionspartei sagte geplante Proteste gegen die Regierung ab.
- Staatspräsidentin Zuzana Caputova rief zur Abkehr von Hass und verbaler Gewalt auf.
- Die Motive des Täters, ein 71-jähriger Mann namens Juraj C., sind noch unklar, es scheint sich aber um einen Einzeltäter zu handeln.
- Juraj C. hatte bei einer Security-Firma gearbeitet und war politisch wirr sowie frustriert.
- Der Anschlag ist Teil einer langen Geschichte von Gewalt in der Politik und organisierten Kriminalität in der Slowakei.
- Die Meciar-Ära in den 1990er Jahren war geprägt von Wirtschafts- und Privatisierungskriminalität sowie brutalen Mafia-Morden.
- Ein Machtkampf 1995 zwischen Premier Vladimir Meciar und Staatspräsident Michal Kovac führte zur Entführung des Präsidentensohnes durch den slowakischen Geheimdienst, was nie aufgeklärt wurde.