In der Türkei sorgen die Verhaftungen prominenter Oppositioneller für massive Proteste. Der beliebte CHP-Politiker Ekrem Imamoglu, Menschenrechtsaktivist Osman Kavala und weitere politische Akteure wurden unter umstrittenen Vorwürfen inhaftiert. Die Festnahmen haben landesweite Demonstrationen ausgelöst.
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Ekrem Imamoglu, Bürgermeister von Istanbul, wurde wegen Korruptions- und Terrorvorwürfen verhaftet.
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Er war als Präsidentschaftskandidat der größten Oppositionspartei CHP nominiert.
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Seine Festnahme führte zu den größten Protesten seit den Gezi-Protesten 2013.
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Osman Kavala, ein prominenter Kulturmäzen, sitzt seit 2017 im Gefängnis.
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Kavala wurde erst freigesprochen, dann erneut verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.
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Menschenrechtsanwalt Can Atalay erhielt 18 Jahre Haft wegen „Beihilfe zum Umsturz“.
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Atalay wurde ins Parlament gewählt, verlor aber 2024 sein Mandat.
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Mehrere weitere Oppositionelle, darunter Mücella Yapıcı und Tayfun Kahraman, wurden ebenfalls verurteilt.
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Selahattin Demirtas, ehemaliger HDP-Chef, sitzt seit 2016 wegen angeblicher Anstiftung zu Protesten in Haft.
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Die Festnahmen gelten als politische Maßnahme der Regierung Erdogans gegen die Opposition.