Delhi und IIT Madras: Pilotstudie zu „Smog-fressenden“ Oberflächen gestartet
Die Regierung von Delhi hat eine Absichtserklärung (MoU) mit dem IIT Madras unterzeichnet, um photokatalytische „Smog-fressende“ Oberflächen mittels Titandioxid-Technologie zur Reduzierung der städtischen Luftverschmutzung zu untersuchen.
Neu-Delhi | 13. März 2026 — Die Regierung des National Capital Territory (NCT) Delhi hat eine Absichtserklärung (MoU) mit dem Indian Institute of Technology Madras unterzeichnet, um eine Pilotstudie zu photokatalytischen „Smog-fressenden“ Oberflächen durchzuführen, die darauf abzielt, die Luftverschmutzung in der Hauptstadt zu reduzieren.
Die Initiative konzentriert sich auf die Bewertung der Wirksamkeit von photokatalytischen Materialien auf Titandioxid (TiO₂)-Basis, die schädliche Schadstoffe wie Stickstoffdioxid (NO₂) und flüchtige organische Verbindungen (VOCs) abbauen können, welche Hauptverursacher des städtischen Smogs sind.
Das Projekt mit dem Titel „Umfassende Studie zur Wirksamkeit photokatalytischer Smog-fressender Oberflächen zur Reduzierung der Luftverschmutzung in Delhi“ wird die wissenschaftliche Machbarkeit und den praktischen Einsatz solcher Materialien in der städtischen Infrastruktur bewerten.
An der Unterzeichnungszeremonie des MoU nahmen Delhis Umweltminister Manjinder Singh Sirsa und Professor Somnath C. Roy vom Fachbereich Physik des IIT Madras teil, der als Hauptforscher für die Studie fungieren wird. Beamte des Umweltministeriums und des Delhi Pollution Control Committee waren ebenfalls anwesend.
Studie zur Bewertung Smog-reduzierender Oberflächen
Laut Beamten wird die sechsmonatige Studie mit Labortests am IIT Madras beginnen, bei denen eine spezielle Smogkammer verwendet wird, um die Reduktionsgrade der Schadstoffe zu messen. Forscher werden untersuchen, wie photokatalytische Materialien unter Sonnenlicht reagieren und ihre Fähigkeit zur Neutralisierung von Luftschadstoffen bewerten.
Nach den Labortests wird das Forschungsteam Feldversuche in Delhi durchführen, um die Leistung dieser Materialien unter realen städtischen Bedingungen zu bewerten. Die Versuche werden die Beschichtungen auf verschiedenen Oberflächen testen, darunter Beton, Asphaltstraßen, Metallplatten, Glasstrukturen und Gebäudeaußenflächen.
Diese Materialien wirken durch Photokatalyse, einen Prozess, bei dem Titandioxid unter Sonnenlicht reagiert und chemische Reaktionen auslöst, die schädliche Schadstoffe in weniger schädliche Verbindungen umwandeln.
Potenzieller Einsatz auf Straßen, Gebäuden und in der städtischen Infrastruktur
Beamte sagten, die Studie werde verschiedene Wege zur Integration der photokatalytischen Technologie in die städtische Infrastruktur untersuchen. Dies könnte das Mischen der Materialien in Bauteile wie Beton oder Asphalt, das Auftragen von Beschichtungen auf Gebäudeoberflächen oder die Installation spezialisierter Paneele und ähnlicher Lösungen umfassen.
Delhi bekämpft Luftverschmutzung mit wissenschaftlichen Innovationen und neuen Technologien
…städtische Räume.
Forscher werden auch die Machbarkeit der Installation von photokatalytischen schadstoffentfernenden Paneelen auf Dächern und Laternenpfählen untersuchen. Diese Paneele könnten ähnlich wie Solarmodule funktionieren und aktiv dazu beitragen, Schadstoffe aus der Umgebungsluft zu entfernen.
Umweltminister Manjinder Singh Sirsa erklärte, dass die Regierung entschlossen ist, wissenschaftliche Innovationen zu fördern, um Delhis Herausforderungen bei der Luftverschmutzung zu bewältigen.
Er sagte, die Initiative ziele darauf ab, langlebige und erschwingliche Lösungen zu identifizieren, die in der gesamten städtischen Infrastruktur angewendet werden können, um Schadstoffe wie Stickstoffdioxid zu reduzieren.
Wissenschaftlicher Ansatz zur Bekämpfung der Luftverschmutzung
Die Regierung von Delhi erklärte, die Zusammenarbeit spiegele ihren Fokus auf evidenzbasierte Lösungen zur Verbesserung der Luftqualität wider. Beamte betonten, dass die Studie Daten zu Effizienz, Haltbarkeit und Kosteneffizienz liefern wird, bevor eine großflächige Einführung erfolgt.
Professor Somnath C. Roy sagte, das Projekt werde einem strukturierten Forschungsansatz folgen, beginnend mit einer kontrollierten Laboranalyse, bevor es auf Feldstudien über verschiedene städtische Oberflächen in Delhi ausgeweitet wird.
Das Forschungsteam wird die Reduktionsgrade der Schadstoffe überwachen und untersuchen, wie Umweltfaktoren wie Sonneneinstrahlung, Wetterbedingungen und Oberflächenhaltbarkeit die Leistung photokatalytischer Materialien beeinflussen.
Die Regierung merkte an, dass die Studienergebnisse dazu beitragen werden, festzustellen, ob die Technologie während der Spitzenmonate des Smogs später in diesem Jahr stadtweit skaliert werden kann.
Beamte sagten, das Projekt stehe im Einklang mit der umfassenderen Strategie der Regierung von Delhi zur Bekämpfung der Luftverschmutzung durch mehrere Maßnahmen, darunter Staubkontrolle, technologische Innovation und wissenschaftliche Forschung.
Bei Erfolg könnte die Initiative Wege für skalierbare urbane Lösungen ebnen, die schadstoffreduzierende Materialien in die alltägliche Infrastruktur in ganz Delhi integrieren.