Neu-Delhi:
Bei einer großen Veranstaltung an der Universität Delhi am 13. Januar anlässlich des Starts der Kampagne „Drogenfreier Campus“ richtete der Bildungsminister von Delhi, Ashish Sood, eine eindringliche Botschaft an die Jugend. Er betonte, dass der Schutz junger Menschen vor Drogenmissbrauch keine individuelle Entscheidung, sondern eine nationale Verantwortung sei. Die Anwesenheit des Vizepräsidenten C P Radhakrishnan und des Unionsministers für Bildung Dharmendra Pradhan unterstrich die Bedeutung, die die Regierung dieser Initiative beimisst.
In seiner Ansprache an Studierende, Lehrkräfte und Würdenträger erklärte Sood, die Veranstaltung markiere nicht nur den Beginn eines Sensibilisierungsprogramms, sondern ein neues Kapitel in der Geschichte der Universität. Als ehemaliger Student der Universität Delhi spreche er nicht nur als Minister, sondern auch als Alumnus, der die heutigen Herausforderungen und den Druck auf junge Menschen aus eigener Erfahrung kenne.
Mit Blick auf den Nationalen Jugendtag am 12. Januar zitierte Sood Swami Vivekananda und dessen Überzeugung, dass die Jugendkraft die wahre Stärke der Nation sei. Er stellte jedoch klar, dass junge Menschen nur dann zu einer echten nationalen Kraft werden könnten, wenn sie mental stark, emotional stabil und frei von Sucht seien. Die hochrangige Teilnahme zeige, dass die Initiative für einen drogenfreien Campus keine gewöhnliche Regierungsmaßnahme, sondern ein nationaler Entschluss sei.

Sood kritisierte, dass die Gesellschaft jahrelang die harte Realität des Drogenmissbrauchs verdrängt habe, indem sie ihn als persönliche Entscheidung oder urbanen Lifestyle-Trend abtat. Sucht sei keine Wahl, warnte er, sondern eine Falle, die zuerst die Klarheit des Denkens und die Disziplin von Studierenden zerstöre. Die Folgen reichten weit über die körperliche Gesundheit hinaus und beeinträchtigten die Träume der Eltern, die akademische Leistung und letztlich den Fortschritt der Nation.
Fehlzeiten, sinkende akademische Ergebnisse und Studienabbrüche seien nur die sichtbaren Folgen von Sucht, sagte der Minister. Der tiefere Verlust liege im vergeudeten Potenzial junger Köpfe, die ansonsten zum Aufbau eines entwickelten Indiens und einer entwickelten Hauptstadt Delhi beitragen könnten.
Unter der Führung von Premierminister Narendra Modi werde die Kampagne „Drogenfreies Indien“ zu einer Massenbewegung ausgebaut, erklärte Sood. Nationale Führungspersönlichkeiten hätten wiederholt betont, dass Bildungseinrichtungen nicht nur Orte der Abschlussvergabe, sondern auch Zentren der Charakterbildung seien.

Über den Vizepräsidenten C. P. Radhakrishnan sagte Sood, dieser habe sich dem Kampf gegen Drogen seit Jahrzehnten verschrieben. Bereits vor vielen Jahren habe Radhakrishnan eine historische 19.000 Kilometer lange Wagenreise unternommen, um auf die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufmerksam zu machen. Für ihn sei der Kampf gegen Drogen kein formales Programm, sondern eine lebenslange Mission, und seine Anwesenheit sei eine große Inspiration.
Bezugnehmend auf Unionsbildungsminister Dharmendra Pradhan erklärte Sood, dass die Kampagne unter dessen Führung an Dynamik gewonnen habe und sich zu einer starken öffentlichen Bewegung entwickle. Pradhan sei überzeugt, dass die Nationale Bildungspolitik darauf abziele, eine Generation von Jobschaffenden statt Jobsuchenden hervorzubringen – eine Vision, in der kein Platz für Drogenmissbrauch sei.
Sood begrüßte den Start des Portals und der mobilen App für den drogenfreien Campus und bezeichnete sie als sinnvolle Verbindung von Technologie und Engagement. Die digitale Plattform biete Studierenden, die Hilfe benötigten, sich aber scheuten, offen darüber zu sprechen, einen sicheren Raum. Unterstützung der psychischen Gesundheit sei eines der wirksamsten Mittel der Prävention.
In einer wichtigen Ankündigung erklärte Sood, dass das Bildungsministerium der Regierung von Delhi die Kampagne vollständig in den bestehenden Lehrplan „Science of Living“ integrieren werde, der bereits auf das mentale und körperliche Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet ist. Die Initiative werde in allen Schulen und Hochschulen Delhis umgesetzt, ergänzt durch Peer-to-Peer-Mentoring-Gruppen.
In einem direkten Appell an die Studierenden betonte Sood, dass Drogenmissbrauch kein Zeichen von „Coolness“, sondern von Selbstverlust sei. Er rief die Jugend dazu auf, wahre Erfüllung im Erfolg und im Stolz in den Augen ihrer Eltern zu suchen. Abschließend forderte er den Campus zu einem gemeinsamen Bekenntnis auf: „Nein zu Drogen, ja zum Leben.“
Der Bildungsminister versicherte dem Vizepräsidenten und dem Unionsbildungsminister, dass das Modell der Universität Delhi als Vorbild für Bildungseinrichtungen in Delhi und im ganzen Land dienen werde. Drogenfreie Bildungseinrichtungen seien unerlässlich für ein sicheres, entwickeltes Indien und ein fortschrittliches Delhi.