Die UN-Resolution zum Völkermord-Gedenktag in Srebrenica hat in der Westbalkan-Region gemischte Reaktionen hervorgerufen. Die Bosniaken begrüßen die Anerkennung, während die Serben sich ungerecht behandelt fühlen.
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- UN-Abstimmung: Von 193 Ländern stimmten 84 für den “Internationalen Tag des Nachdenkens und Gedenkens an den Völkermord in Srebrenica”.
- Gegenstimmen: 19 Länder, darunter Serbien, Russland, China und Ungarn, stimmten gegen die Resolution.
- Enthaltungen: 68 Länder enthielten sich der Stimme.
- Reaktionen der Bosniaken: Denis Becirovic bezeichnet die Annahme der Resolution als “Akt der Zivilisation” und “Sieg für Wahrheit und Gerechtigkeit”.
- Versöhnungschance: Zeljko Komsic sieht die Resolution als Chance für gesellschaftliche Verantwortung und Versöhnung.
- Ablehnung durch bosnische Serben: Zeljka Cvijanovic kritisiert, dass zwei Drittel der Weltbevölkerung die Resolution nicht unterstützt haben.
- Aussage von Milorad Dodik: Der Präsident der Republika Srpska leugnete den Völkermord und verurteilte die Resolution.
- Vorwürfe: Dodik behauptete, die Resolution sei ohne Mehrheit und Konsens zustande gekommen.
- Gesetzesverstoß: Dodik verstieß gegen ein bosnisches Gesetz, indem er den Völkermord leugnete.
- Friedliche Trennung: Dodik kündigte erneut eine “friedliche Trennung” der serbischen Teilrepublik von Bosnien und Herzegowina an.