Martin Sellner plant seinen ersten Auftritt in Deutschland seit der Aufhebung seines Einreiseverbots Ende Mai. Er wird als Referent in Berlin beim Verein “Staatsreparatur” sprechen, der vom ehemaligen Berliner AfD-Abgeordneten Andreas Wild geleitet wird. Das Thema seiner Veranstaltung ist “Remigration”, ein kontroverses Thema, das in Deutschland viel Diskussion ausgelöst hat.
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- Martin Sellner kündigte auf Telegram an, dass sein Einreiseverbot gekippt wurde und er nun wieder nach Deutschland kommen kann.
- Er wird als Referent beim Verein “Staatsreparatur” über “Remigration” sprechen, ein Begriff, der in Deutschland als Unwort des Jahres 2023 gewählt wurde.
- Die Jury kritisierte, dass “Remigration” zur Forderung nach Zwangsausweisungen und Massendeportationen von Menschen mit Migrationshintergrund geworden sei.
- Im November 2023 hielt Sellner bereits einen Vortrag über “Remigration” in Deutschland, was zu kontroversen Reaktionen und Protesten führte.
- Er verteidigte sich später in einer DW-“Conflict Zone”-Sendung und betonte, dass er sich nur auf illegale Einwanderer konzentriere.
- Sellner hatte zuvor Schwierigkeiten mit Einreiseverboten in anderen Ländern wie den USA und Großbritannien aufgrund seiner Kontakte zu Brenton Tarrant, dem Christchurch-Attentäter.
- Das Verwaltungsgericht Potsdam setzte das Einreiseverbot gegen Sellner im Juni vorläufig aus, da keine ausreichende Gefährdung der öffentlichen Ordnung nachgewiesen werden konnte.
- Sellner war früher Sprecher der Identitären Bewegung (IB) in Österreich und setzt sich weiterhin für eine ethnisch homogene europäische Kultur ein.
- Die IB propagiert eine Kultur, die nicht durch Zuwanderung außereuropäischer Migranten bedroht ist und setzt sich für eine “weiße” europäische Bevölkerung ein.
- Seine Vergangenheit in der Neonazi-Szene Österreichs, wo er als Jugendlicher aktiv war, thematisierte er öffentlich und offen.