Deutschland fällt im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern bei der Lebenserwartung zurück, wie eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung zeigt. Die Untersuchung ergab, dass Deutschland seit dem Jahr 2000 einen zunehmenden Abstand zur durchschnittlichen Lebenserwartung in Westeuropa verzeichnet, der sich bis 2022 auf 1,7 Jahre vergrößert hat. Während die höchste Lebenserwartung in der Schweiz mit 83,5 Jahren liegt, beträgt sie in Deutschland lediglich 80,5 Jahre. Die Studie zeigt auch, dass die Sterblichkeitslücke zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern seit der Jahrtausendwende gewachsen ist, wobei insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen. Handlungsbedarf wird in Deutschland vor allem in der Prävention und Früherkennung dieser Krankheiten sowie in der Förderung gesunder Lebensstile gesehen. Hier sind die Hauptpunkte der Studie:
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- Deutschland’s Lebenserwartung in Westeuropa fällt zurück.
- Der Abstand zur durchschnittlichen Lebenserwartung in Westeuropa hat sich seit 2000 vergrößert.
- Die Schweiz hat mit 83,5 Jahren die höchste Lebenserwartung.
- Ostdeutschland konnte nach der deutschen Einheit zunächst den Rückstand verringern, aber seit der Jahrtausendwende hat sich dieser erneut vergrößert.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen eine große Rolle in der Sterblichkeitslücke.
- Die Sterblichkeit in Deutschland ist bei Menschen über 65 Jahren deutlich erhöht.
- Prävention und Früherkennung von Krankheiten sind dringend erforderlich, insbesondere im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Es besteht Potenzial für eine bessere Förderung gesunder Lebensstile.
- Die Studie verglich Daten von 15 Ländern in Westeuropa, darunter die Schweiz, Österreich und Großbritannien.
- Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Steigerung der Lebenserwartung und zur Bewältigung des demografischen Wandels in Deutschland auf.