Mahmoud Jaraba forscht seit 2015 zu arabischen, türkischen und kurdischen Großfamilien. Dabei hat sich der Begriff “Clan” etabliert, der oft mit Kriminalität, Parallelgesellschaft und Gewalt assoziiert wird. Jarabas Analyse bietet eine differenzierte Sicht auf die Thematik und untersucht die Strukturen und Aktivitäten dieser Familiennetzwerke.
BulletsIn
- Forschung seit 2015: Mahmoud Jaraba untersucht seit 2015 arabische, türkische und kurdische Großfamilien.
- Begriff “Clan”: Der Begriff “Clan” ist in Medien und Polizei umstritten und problematisch.
- Assoziationen: “Clan” wird oft mit Kriminalität, Parallelgesellschaft und Gewalt in Verbindung gebracht.
- Spektakuläre Kriminalfälle: Beispiele sind Diebstähle aus dem Grünen Gewölbe in Dresden (2019) und dem Bode-Museum in Berlin (2017).
- Familienbasierte Kriminalität: Diese Kriminalfälle erfordern professionelle kriminelle Organisation und werden als “familienbasierte Kriminalität” eingestuft.
- Gut vernetzte Mitglieder: Familienmitglieder sind oft gut vernetzt im In- und Ausland.
- Ersetzbarkeit: Wenn Polizei Angehörige fasst, können sie durch andere ersetzt werden, oft durch Verwandte.
- Forschungsergebnisse: Erkenntnisse stammen aus Gesprächen mit Betroffenen und Interviews mit Fachleuten.
- Keine homogenen Gruppen: Großfamilien sind keine homogenen Gruppen; viele Mitglieder kennen sich nicht persönlich.
- Kernfamilien: Kriminalität wird von einigen Kernfamilien organisiert, nicht von “Clanchefs”.