Blutspenden sind weltweit knapp. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben viele Länder Schwierigkeiten, genügend Blutspenden zu sichern und gleichzeitig deren Qualität zu gewährleisten. Trotz medizinischer Fortschritte und telemedizinischer Ansätze bleibt der Bedarf an Blutspenden weiterhin hoch, und künstliches Blut bietet zwar vielversprechende Ansätze, ist jedoch noch keine vollwertige Lösung.
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- Weltweit gibt es einen ständigen Mangel an Blutspenden, besonders in einkommensschwachen Ländern.
- Von den jährlich 118,5 Millionen Blutspenden werden 40% in wohlhabenden Ländern gesammelt, die jedoch nur 16% der Weltbevölkerung ausmachen.
- Täglicher Bedarf: Allein in Deutschland werden täglich rund 15.000 Blutkonserven benötigt.
- Spenderblut wird auf verschiedene Viren wie Hepatitis, HIV und Syphilis getestet.
- Durch eine Gesetzesänderung in Deutschland können Blutspenden seit 2023 telemedizinisch überwacht werden.
- Telemedizinische Blutspenden erleichtern den Zugang in Regionen mit Fachkräftemangel, gelten jedoch nur für wiederholte Spender.
- Künstliches Blut könnte eine Lösung für Patienten mit seltenen Blutgruppen oder Unverträglichkeiten sein.
- Forscher in Dänemark und Schweden haben 2024 erfolgreich Blutgruppen A und B in Blutgruppe 0 umgewandelt.
- Erste Transfusionen mit künstlich produzierten roten Blutkörperchen wurden in Frankreich und Großbritannien durchgeführt, jedoch nur in kleinen Mengen.
- Die Entwicklung von künstlichem Blut birgt Risiken und es wird noch Jahre dauern, bis es in ausreichender Menge verfügbar ist.