Der Nahe Osten stürzte in eine neue Krise, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel einen koordinierten Militärangriff auf den Iran starteten, der wichtige Militäranlagen, Raketenproduktionsstätten und Standorte in der Nähe des Büros des iranischen Obersten Führers, Ayatollah Ali Chamenei, in Teheran zum Ziel hatte. Der koordinierte Militärschlag der USA und Israels gegen den Iran stellt eine der bedeutendsten Eskalationen der Spannungen im Nahen Osten in den letzten Jahren dar.
Die US-Operation wurde offiziell „Epic Fury“ genannt, während Israels parallele Kampagne den Codenamen „Roaring Lion“ trug. Die Angriffe stellen eine scharfe Eskalation zwischen Washington, Tel Aviv und Teheran dar und wecken Bedenken hinsichtlich einer breiteren regionalen Konfrontation.
Erster Angriff in der Nähe von Chameneis Büro in Teheran gemeldet
Laut internationalen Agenturen ereignete sich die erste große Explosion in der Nähe von Chameneis Büro im Zentrum Teherans. Iranische Staatsmedien berichteten von mehreren Explosionen in der Hauptstadt, wobei dichter Rauch aus verschiedenen Stadtteilen aufstieg.
Ein Beamter teilte Reuters später mit, dass Ayatollah Chamenei vor dem Angriff an einen sicheren Ort außerhalb Teherans gebracht worden sei. Es gab keine unmittelbaren bestätigten Berichte über Opfer oder strukturelle Schäden.
Nach dem Angriff aktivierte Israel seine Luftverteidigungssysteme aus Furcht vor Vergeltungsschlägen mit Raketen oder Drohnen aus dem Iran.
*Donald Trump kündigt „Große Kampfoperationen im Iran“ an*
US-Präsident Donald Trump bestätigte die Militäraktion in einer auf sozialen Medien veröffentlichten Videobotschaft und erklärte, die Vereinigten Staaten hätten „große Kampfoperationen im Iran“ eingeleitet.
Von Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, aus sprach Trump und warf Teheran vor, weiterhin Atomwaffen und Langstreckenraketensysteme zu entwickeln, die amerikanisches Territorium treffen könnten.
„Wir haben sie gewarnt, ihre bösartige Verfolgung von Atomwaffen niemals wieder aufzunehmen. Wir haben wiederholt versucht, ein Abkommen zu schließen. Der Iran lehnte jede Gelegenheit ab, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben“, sagte Trump.
Die potenziellen menschlichen Kosten der Operation anerkennend, bemerkte er: „Das Leben mutiger amerikanischer Helden kann verloren gehen, und wir können Opfer haben. Das geschieht oft im Krieg.“
*Luftraumsperrungen im gesamten Nahen Osten, während Sirenen ertönen*
Die koordinierten US-israelischen Angriffe auf den Iran lösten sofortige Sicherheitsmaßnahmen im gesamten Nahen Osten aus, wobei mehrere Länder ihren Luftraum vorsorglich gegen mögliche Vergeltungsschläge schlossen. Das irakische Verkehrsministerium kündigte die Schließung des irakischen Luftraums kurz nachdem die ersten Explosionen in Teheran gemeldet wurden, an. T
Die Vereinigten Arabischen Emirate zogen nach und stellten den Flugverkehr inmitten zunehmender regionaler Unsicherheit ein.
In Israel bestätigte die israelische Flughafenbehörde, dass der Luftraum des Landes vollständig geschlossen sei, wobei ankommende Flüge umgeleitet und Passagiere in ausgewiesene Sicherheitsbereiche gebracht wurden. Auch in Jordanien wurden Sirenen gemeldet, die auf erhöhte Alarmstufen hindeuteten, während sich die Regierungen auf mögliche Raketen- oder Drohnenangriffe vorbereiteten.
Berichte internationaler Agenturen deuteten darauf hin, dass Explosionen jenseits der iranischen Grenzen, unter anderem in Abu Dhabi, Doha und Kuwait, zu hören waren, was die Besorgnis über ein regionales Übergreifen vertiefte. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen kündigten ebenfalls Pläne an, Angriffe auf die Schifffahrt im Korridor des Roten Meeres wieder aufzunehmen, was neue Bedenken hinsichtlich der maritimen Sicherheit und der globalen Handelsrouten aufwirft.
*Massiver US-Militäraufbau im Golf*
Den Angriffen gingen wochenlange verstärkte militärische Mobilisierungen der Vereinigten Staaten im Nahen Osten voraus.
Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und drei Lenkwaffenzerstörer wurden Ende Januar in die Region entsandt. Kurz darauf verlegte der größte Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, zusammen mit vier Zerstörern von der Karibik in Richtung Mittelmeer.
Diese Entsendungen fügten der Region mehr als 10.000 US-Soldaten hinzu und ergänzten die bereits auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar stationierten Kräfte. Hunderte von Kampfflugzeugen und Unterstützungsflugzeugen wurden ebenfalls positioniert, um potenzielle ausgedehnte Kampfeinsätze zu unterstützen.
Naher Osten am Scheideweg inmitten ungewissen strategischen Ausgangs
Der Iran warnte vor einer „vernichtenden Antwort“ und startete daraufhin Vergeltungsraketenangriffe, was signalisierte, dass die Konfrontation möglicherweise nicht begrenzt bleiben wird. Angesichts regionaler Luftraumsperrungen, erhöhter militärischer Alarmbereitschaft und wichtiger US-Marineverbände, die im Mittelmeer und im Golf positioniert sind, bleibt das Sicherheitsumfeld volatil.
Während Washington die Operation als Reaktion auf Irans angebliche Atom- und Raketenprogramme dargestellt hat, wurde das umfassendere strategische Ziel der Angriffe nicht klar definiert. Es bleibt ungewiss, ob die Aktion als kalibrierte Abschreckungsmaßnahme, ein begrenzter Vergeltungsschlag oder die Anfangsphase einer anhaltenden Militärkampagne konzipiert ist.